(pcp/wm) Viele Sammler und interessierte Besuchten der Nationalen Postwertzeichen-Ausstellung in Haldensleben vom 13.–16. Februar in der Ohrelandhalle.

Zumal am Samstag, den 15. Februar war die Veranstaltung gut besucht, hatten doch auch Presse und Fernsehen mit interessanten Berichten zuvor darauf aufmerksam gemacht.

Es war eine Ausstellung mit persönlichem „Touch“: Diesen spürte man bei den beiden Hauptverantwortlichen, Maik Schröder und Alfred Schmidt und dem gesamten NAPOSTA-Team der ehrenamtlichen Helfer des Haldensleber und benachbarter Vereine, die schafften, was die Kräfte hergaben. Und das war nicht wenig! Anlaufpunkt für alle war die Cafeteria, in der unter unermüdlicher Führung von Dr. Susanne Schmidt, der Frau des BDPh-Präsidenten, ihr Praxis-Team (!) es sich nicht hatte nehmen lassen, statt der täglichen medizinischen Arbeit ganztägig den Besuchern Köstlichkeiten aus Küche und eigenem Backofen in großer Auswahl zu präsentieren. Dafür hatte man sich sogar freigenommen – wann hat man denn so etwas schon erlebt?

Bereits der Auftakt zur Eröffnung dieser ersten seit elf Jahren wieder einmal stattfindenden NAPOSTA, aber auch deren Rahmenprogramm waren die Teilnahme wert. Repräsentanten des Bundesministeriums der Finanzen stellten die neue Sondermarke „Nachhaltige Entwicklung“ vor, abends trafen sich Aussteller und Besucher in einem griechischen Restaurant und einen Tag später zur Feier des 100jährigen Jubiläums des Vereins der Briefmarkenfreunde von Haldensleben und Umgebung e.V. Top-Überraschung waren nicht nur ein fundierter Vortrag zur Vereinsgeschichte, sondern die musikalischen Einlagen eines jungen Virtuosen am Flügel. Sein Name? Alfred Schmidt. Nein, nicht der BDPh-Präsident, sondern dessen 18jähriger Sohn! Der Beifall aller angesichts des auf hohem Niveau Gebotenen war ihm sicher, so dass er auf der Stelle für eine nächstjährige Großveranstaltung engagiert wurde.

Für Philatelisten, zumal für Aussteller, waren nicht nur die Händlerstände, deren Zahl aufgrund der begrenzten Platzmöglichkeiten überschaubar war, von Interesse, sondern auch die Sammlungen. In über 800 Rahmen wurden 209 Exponate, außerdem 88 Literaturexponate in einem gesonderten Lesebereich, gezeigt, die von einer gut besetzten Jury mit 29 Großgold-, 76 Gold-, 70 Großvermeil-, 21 Vermeil-, 10 Großsilber- und drei Silber-Medaillen ausgezeichnet wurden. Den Vogel schoss Manfred Rheinländer mit „Thurn und Taxis“ sowie dem Grand Prix National ab. Johannes Bornmann gewann mit „Nepal, Pre-Philately and Classic“ den Grand Prix International und Iva Mouritson mit „A Royal Ménage à Trois and its Historical Consequences” den Grand Prix NAPOSTA 2020. Viele zufriedene Gesichter verfolgten beim Palmarès-Abend – gut unterhalten von einem Udo Jürgens Interpreten – die Vergabe der Preise.

Es geht also doch, mag da so mancher gedacht haben, zumal als Heinz Wenz aus Trier ankündigte, dass 2023 bereits eine weitere NAPOSTA für Trier angedacht und in Vorbereitung ist. Es mag sein, dass auch diese nächste NAPOSTA wiederum eine deutlich kleinere als vor Jahrzehnten sein wird, aber eines stellen diese Ausstellungen in kleineren oder mittleren Städten deutlich unter Beweis: sie erhalten eine Beachtung, die sie sonst kaum noch in Großstädten finden. Also: Ende gut, alles gut!

Dr. Klaus Schult, Vorsitzender des Philatelisten-Verbands Nordost e.V., bei seiner Begrüßungsansprache zur Eröffnung der NAPOSTA. Foto: Wilhelm van Loo