(London/pcp) Jede internationale Briefmarkenausstellung in London hat in der Vergangenheit viele der besten Exponate aus der ganzen Welt angezogen, und dies gilt sicherlich auch für London 2020.

Bedauerlicherweise mussten die Organisatoren viele hochkarätige Exponate ablehnen, hoffen aber, dass das Ziel, den Besuchern Beispiele der besten Exponate aus einem breiten Themenspektrum zu bieten, erreicht wird.

Wie bei früheren internationalen Briefmarkenausstellungen im Business Design Centre in der Upper Street, Islington, ist diese Ausstellung für die Zwecke der Wettbewerbsexponate in zwei Hälften geteilt.

Am Samstag, Sonntag, Montag und Dienstag, dem 2. bis 5. Mai, werden Exponate zur Postgeschichte, zur Fiskalphilatelie, zu Ganzsachen, zur offenen Klasse, zu Ansichtskarten (Experimentalklasse) und zu einem Teil der Jugendabteilung gezeigt.

Am Dienstagabend wird jeder Rahmen demontiert und neue Exponate werden eingelegt. So werden am Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Samstag, 6. bis 9. Mai, Exponate aus den Bereichen Traditionelles, Thematisches, Aero und der restliche Teil der Jugendexponate sowie die Exponate der Briefmarkenweltmeisterschaft (World Stamp Championship Class) gezeigt.

Wie bei der alle zehn Jahre stattfindenden Internationalen Ausstellung der FIP in London üblich, waren die verfügbaren Rahmen stark überbelegt. Durch einen gewissen Einfallsreichtum und die Suche nach Platz für die Rahmen in jeder erdenklichen Ecke der Räume konnten die Organisatoren die Anzahl der Rahmen von 2.750 auf 3.400 in den beiden Hälften erhöhen. Dies wurde trotz eines knappen Budgets erreicht. Damit zeigt die London 2020, dass sie in der Lage ist, auf eigenen Füßen zu stehen und gleichzeitig die Anzahl der Rahmen größer ist als die der Internationalen FIP-Ausstellung 2010 oder die der FEPA-Ausstellung 2015.

Jede Hälfte der Ausstellung wird entweder von den Klassen Postgeschichte (186 Exponate) oder Traditionelles (147 Exponate) dominiert und bietet Material aus allen Kontinenten und aus allen Epochen. Von Aden bis Zululand ist alles vertreten. Darüber hinaus bietet die Klasse Ganzsachen 36 Exponate, die Klasse der Fiskalphilatelie 23 Exponate, während in der Klasse der Aerophilatelie 26 Exponate zu sehen sind. Unter den anderen Klassen gibt es 43 Exponate der Thematischen Philatelie, 32 Exponate in der Offenen Klasse, einer Klasse, die auf nationaler und internationaler Ebene immer beliebter wird, und 15 Exponate in der experimentellen Klasse der Ansichtskarten. Die beliebte „Ein Rahmen“-Klasse wird mit über 100 Exponaten über alle Klassen verteilt.

Die Organisatoren freuen sich, bekannt zu geben, dass es in allen drei Alterskategorien 39 Exponate für Jugendliche aus einer Reihe von Ländern der Welt gibt. Die einzige Enttäuschung ist, dass es nur sehr wenige „moderne“ Exponate (definiert als Material aus etwa den letzten 20 Jahren) gemeldet wurden. Obwohl solches Material weitgehend gesammelt wird, scheint es nicht von denjenigen, die es sammeln, ausgestellt zu werden.
Zur Überraschung der Organisatoren gibt es auch über 250 Literaturexponate (vermutlich ein Rekord für jede FIP-Ausstellung), darunter über 30 in der Klasse für digitale Literatur, die alle im Lesesaal der Ausstellung zu sehen sind.

Jeder Besucher wird sich an einigen der besten Sammlungen aus dem breiten Spektrum der Philatelie erfreuen und die Möglichkeit haben, eigene und anderer Interessensgebiete zu sehen und mehr darüber zu erfahren; außerdem wird er viele und vielfältige Beispiele dafür sehen können, wie man Material ausstellen kann. Es wird noch ein weiteres Jahrzehnt dauern, bis sich eine ähnliche Gelegenheit ergibt, daher ist ein Besuch durchaus empfehlenswert – oder besser gesagt, zwei Besuche, einen für jede Hälfte der Ausstellung.

Die internationale Jury wird vom Jurypräsidenten Chris Harman geleitet, mit Andrew Cheung, Brian Trotter und Dan Walker als Vizepräsidenten der Jury. Der Sekretär der Jury ist Lars Engelbrecht, der von Michael Smith unterstützt wird. Ehrenvorsitzender der FIP-Jury ist Bernie Beston, während der FIP-Berater Bernard Jimenez ist.

Weitere Informationen finden Interessenten unter www.london2020.co/mailchimp. Dort ist auch der Newsletter zu bestellen, der einen über den Verlauf der Ausstellung informiert und wichtige Ankündigungen mitteilt, sobald diese gemacht werden.