(ss/pcp-wm) Bekanntlich präsentiert die Philatelistische Bibliothek Hamburg seit geraumer Zeit namhafte Referenten, die den interessierten Zuhörern teils sehr ungewöhnliche und spannende Themen näher bringen.

Dies war auch am 16. Januar 2020 der Fall, als der bekannte Prüfer Hansmichael Krug mit dem Thema „Dominikanische Republik 1865-1900“ aufwarten konnte. Wer dessen Namen nur mit den „Brustschild-Ausgaben“ des Deutschen Reiches ab 1871 in Verbindung bringt, liegt zwar nicht falsch, aber auch nicht richtig. Denn Krug pflegt eine Reihe weiterer Sammelgebiete, auf denen er ebenfalls Experte ist.

In seinem Vortrag ging er auf die Zeit ab 1865 ein, als es damals nur zwei Markenwerte für die Inlandspost in der Dominikanischen Republik gab. Auslandspost fiel in den ersten Jahren noch kaum an, sie konnte bei Bedarf aber über die britischen Auslandspostämter Santo Domingo und Puerto Plata verschickt werden. Krug zeigte nicht nur viele Marken, bei denen zahlreiche Entwertungen, Druckauffälligkeiten und Abweichungen zu finden sind, sondern auch Belege, die ins Ausland gingen.

Die Zuhörer merkten schnell, dass der Referent ein sehr persönliches Verhältnis zu seinem Sammelgebiet hat, so dass über das Philatelistische hinaus manche interessante Information zu Land und Leuten zu hören war.

Der nächste Vortag am 19. März 2020 über die Postgeschichte der Ålandinseln bis UPU, dabei über die Zeit des Krimkrieges im Ostseeraum, verspricht ebenfalls einen interessanten Abend.