(pcp-wm) Der Name der Gebr. Spiro aus Hamburg ist mit den frühesten Fälschungen in der deutschen Philatelie verbunden, die millionenfach als Facsimiles Eingang in Sammlungen früherer oder späterer Sammler gefunden haben.

Bis heute ranken sich um deren Entstehung mehr Legenden als beweisbare Fakten, was den Philateliehistoriker Wolfgang Maassen veranlasst hat, sich – zusammen mit einem kleinen Team internationaler Forscher – der Thematik einmal näher anzunehmen.

Als zäh und schwierig erweist sich bereits jetzt die familien- und firmengeschichtliche Dokumentation dieser Hamburger Familie, die zwischen 1830 bis 1880 in der Hansestadt aktiv operierte. Bei weitem nicht nur mit Philatelieangeboten, sondern eher als Kunsthandlung und Export-/Importgeschäft für jederlei Zubehör. Es gelang mittlerweile hunderte der seltenen Druckbogen (meist 25er-Bogen) der Original-Facsimiles ausfindig zu machen, die ursprünglich nur als billige Lückenfüller für die Alben von Kindern und Jugendlichen gedacht waren, die sich die teuren Originale nicht leisten konnten.

Aber es wird noch mehr Vergleichsmaterial gesucht, um deren Produktion, Stempel etc. miteinander vergleichen und auswerten zu können. Sammler, die solches Material (gerne als Bilddatei) vorlegen können, vielleicht auch andere substantielle Informationen aller Art, werden gebeten, sich mit dem Autor Wolfgang Maassen per E-Mail an W.Maassen@philcreativ.de in Verbindung zu setzen.