Im Juni 2019 ließ der langjährige Vizepräsident des Weltverbandes der Philatelie-Autoren und -journalisten (AIJP) den Vorstand wissen, dass er wegen fortschreitender gesundheitlicher Probleme nicht mehr in der Lage sei, sein Amt auszuüben.

Lesern der niederländischen Fachzeitschrift „Filatelie“ (Maandblad voor Philatelie) wird Knikman noch gut in Erinnerung sein, betreute er doch seit 1985 die holländische Verbandszeitschrift, nachdem er bereits 20 Jahre zuvor in diversen verantwortlichen journalistischen Positionen für Verbände, Institutionen und Firmen tätig gewesen war. Er war derart beliebt und anerkannt, dass sogar die Niederländische PTT ihm zum Abschied vor Jahren ein eigenes Markenheftchen widmete.

Der Renteneintritt zum 1. August 2009 gestaltete sich allerdings anders, als Knikman dies für sich selbst gedacht hatte: Gesundheitliche Probleme macht ihm mehr und mehr zu schaffen. Trotz allem behielt er viele Funktionen und Aufgaben bei und widmete sich neben seiner Tätigkeit für die AIJP – für diese betreute er fast 15 Jahre lang die ständigen „News“ auf der Internetseite www.aijp.org – auch anderen Hobbys. Zum Beispiel der Musik, genauer gesagt der Pop-Musik. 2012 veröffentlichte Knikman das Buch (It’s) The Game of the Name, in dem er die Herkunft von fast tausend Namen von Bands erklärte. Im selben Jahr erschien auch Love Me Do – the Beatles Midway, in dem die Entstehung der ersten Parlophone-Single der Beatles ausführlich beschrieben wurde (siehe hierzu auch: https://nl.wikipedia.org/wiki/Aad_Knikman)

Knikman war unter anderem Vorsitzender der Berufsausbildung zum Wirtschaftsjournalisten (SVB), Vorstandsmitglied des Verbandes niederländischer Wirtschaftsjournalisten (VBN) und Redaktionsmitglied von De Bedrijfsjournalist. Für seine Arbeit in diesen Organisationen erhielt er 1985 ein Ehrendiplom der Federation of European Industrial Editors Association (FEIEA).

Knikman gehörte dem erweiterten Vorstand der AIJP seit 1999 als Pressesekretär an und wurde 2003 in Berlin zum Vizepräsidenten gewählt. Eine Aufgabe, die er seitdem – auch wenn er in den letzten Jahren nicht mehr reisen konnte – ausfüllte, denn sein Rat und seine enorm große Erfahrungen waren im Vorstand gefragt.

Da er nun sein Amt zur Verfügung stellte, wird dies beim nächstjährigen AIJP-Kongress 2020 in London zu besetzen sein. „Es wird nicht leicht zu sein, jemanden zu finden, der Aad nachfolgen wird, aber wir müssen seinen endgültigen Entschluss mit Respekt akzeptieren. Wir können ihm alle nur von Herzen danken für seinen enorm hohen Einsatz, den er für uns alle über so viele Jahre in die AIJP investiert hat. Er wird uns fehlen, aber wir hoffen noch immer, dass er genesen wird und das Leben auch noch viele Jahre von der glücklicheren Seite betrachten kann“, kommentierte AIJP-Präsident Wolfgang Maassen Knikmans Entscheidung.

Abbildung: Aad Knikman. Foto 2009. Vorlage: privat