(pcp-wm) Insider werten es stets als etwas heikel, bereits angebotene, aber nicht verkaufte Raritäten, in zeitlich schneller Abfolge erneut auf den Markt zu bringen. Zumal dann, wenn diese preislich nicht deutlich niedriger angesetzt sind.

Denn es kann – und das vermuten viele – ja nicht nur an fehlendem Bieterinteresse, sondern auch an zu hoch angesetzten Ausrufpreisen gelegen haben, dass gutes Material nicht verkauft wurde. Und das Material war gut und konnte sich wahrlich sehen lassen. Von Baden bis Deutsches Reich, von Brustschilden, Deutschen Kolonien bis hin zu Deutschen Besetzungen im Zweiten Weltkrieg war so manches noch für den ein oder anderen Erinnerliche zu sehen, das nun im zweiten Anlauf einen Käufer suchte.

Vorweg genommen sei: Das Ergebnis war bescheiden. Von 122 Losen wurden nur 16 verkauft (Quote: 13%) und vom Gesamtausruf von 1,805.400 Euro nur für 214.000 Euro zugeschlagen (Quote: 11,8%). Bezeichnend war auch, dass von den 16 verkauften Losen allein 12 zum Ausrufpreis weggingen, eines 500 Euro höher steigerte und nur drei – dies waren die auf der Titelseite des Kataloges abgebildeten Einschreibzettel aus Deutsch-Neuguinea – Britische Besetzung – wirklich deutlich höher gesteigert wurden: Von 18.000 auf 29.000 Euro (Los 150), von 25.000 auf 33.000 Euro (Los 151) und von 28.000 auf 39.000 Euro. Ohne diese drei Ausnahmestücke wäre das Gesamtresultat noch deutlich niedriger ausgefallen.