
Der jüngste Handelskrieg zwischen den beiden Nachbarn – einstige Freunde – Kanada und den USA war in allen Nachrichten zu finden. Auch wenn die Philatelie eigentlich nicht von der Politik beeinflusst werden sollte, ist dies manchmal doch unvermeidlich.
Ein kürzlich von der Canadian Stamp Dealers’ Association veröffentlichter Brief ist ein Beweis dafür. In dem Schreiben heißt es zunächst:
…die Vereinigten Staaten haben neue Zölle auf bestimmte Waren kanadischen Ursprungs verhängt, die auf den US-Markt gelangen. Von besonderer Bedeutung für unsere Branche ist die Einbeziehung der Zolltarifnummer 9704.00.00, die Briefmarken und Steuermarken, Stempelabdrücke, Ersttagsbriefe, Postwertzeichen und ähnliches philatelistisches Material umfasst. Auch einige philatelistische Bedarfsartikel könnten davon betroffen sein…
Anschließend heißt es:
US-Händler und Online-Plattformen, die nach Kanada verkaufen, sind – basierend auf der bisher geprüften kanadischen Gegenzollliste – nicht mit denselben Vergeltungsmaßnahmen für zentrales philatelistisches Material konfrontiert. Dies führt zu ungleichen Wettbewerbsbedingungen. Kanadische Unternehmen könnten es schwieriger finden, philatelistisches Material kanadischen Ursprungs in die Vereinigten Staaten zu verkaufen, während US-Unternehmen, Verkäufer in sozialen Medien und große Online-Plattformen weiterhin kanadische Sammler ansprechen können, ohne denselben direkten Zollnachteil zu haben.
Und dann kommt der Brief zum Kern der Sache:
Aus diesem Grund bitten wir kanadische Philatelistenverbände und -vereine, ihre Mitglieder dazu anzuregen, in dieser Zeit nach Möglichkeit kanadische Philatelieunternehmen – einschließlich der Mitglieder der CSDA – zu unterstützen.
Werden die Kanadier diesem Aufruf Folge leisten? Die Zeit wird es zeigen.
In der Zwischenzeit können Sie den vollständigen Brief hier lesen.
