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14.02.2018 - Baden-Brücke verdoppelte den Preis!

(wm) Altdeutsche Marken mit Zwischensteg, sog. „Brücken“, sind generell etwas Besonderes. Bei bestimmten Ausgaben einzelner altdeutscher Gebiete rare Seltenheiten, zumal wenn sie auf Brief erhalten geblieben sind. Dies war bei einer 3 Kr schwarz auf gelb von Baden der Fall (MiNr. 2 b ZW MeF), die Anfang Dezember 2017 bei der 55. AAK Kiel-Auktion in Darmstadt mit Los 15 angeboten wurde.
In der Losbeschreibung hieß es: „3 Kr. schwarz a. gelb, waagr. Paar m. 7mm Zwischensteg a. portoger. Briefhülle v. ‚24‘ CARLSRUHE (Ra2) n. Ffm. m. neuestem FA Stegmüller BPP ‚echt, oben u. rechts sehr breit-, bis überrandig, mit Teilen von 3 Nebenmarken. Li.u. und unten angeschnitten. In der Mitte der Marken verläuft ein deutlicher, waagr. Briefbug. Kontrastreiche Abstempelung und ursprüngliche, ansonsten tadellose Erhaltung, nicht repariert. Große Seltenheit. Bisher ist nur eine weitere, vollständige Brücke auf Brief bekannt‘, RRR.“
Stegmüllers Beschreibung im Attest lässt deutlich werden, um welch große Seltenheit es sich handelt, auch wenn die Qualität (siehe Anschnitt unten) des Zwischenstegpaares nicht ganz optimal war. MICHEL notiert für die Rarität 37 000 Euro, der Ausruf lag bei 7 400 Euro. Vielleicht für manchen überraschend – oder doch nicht? – erreichte der Brief einen Zuschlag von 15 000 Euro, war also einem Liebhaber immerhin doch rund 18 000 Euro inkl. Aufgeld wert. Was zeigt, dass Seltenheiten immer ihren Preis haben.